COVID-19-Übertragung durch Aerosole


Jenseits der Tröpfchen
COVID-19-Übertragung durch Aerosole
Drazen Zigic/Shutterstock.com
Auch bei Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen kann Covid-19 übertragen werden - beispielsweise im Büro.

Über 100 Covid-Infizierte nach einem Gottesdienst in Frankfurt, über 30 nach einem Restaurantbesuch in Niedersachsen- immer wieder tauchen solche Schlagzeilen in der Presse auf. Selbst wenn die Abstandsregeln eingehalten werden, kommt es zu Masseninfektionen. Was steckt dahinter, und wie lässt sich vorbeugen?


Gefährliche Tröpfchen


Seit Wochen gehören sie zum Bild in der Öffentlichkeit: Mund-Nasen-Masken. Sie sollen die Infektionsraten senken, indem sie potenziell virushaltige Tröpfchen schon direkt am Herkunftsort abbremsen. Diese Tröpfchen entstehen beispielsweise beim Niesen oder Husten und haben einen Durchmesser von 5-500 Mikrometer – gerade an der Grenze der Sichtbarkeit. Dabei enthalten sie, je nach Größe, 1000 und mehr Viruspartikel. Spätestens nach 1,5 –2 m landen sie am Boden und werden damit für die luftgebundene Übertragung belanglos. Der empfohlene Mindestabstand beruht auf diesem Umstand.


Noch kleiner als Tröpfchen



Doch nicht nur Tröpfchen sind infektiös, sondern auch sogenannte Aerosole. Diese sind noch kleiner als Tröpfchen mit einem Durchmesser von 0,01 bis 5 Mikrometern. Sie können nur noch mit Laserlicht sichtbar gemacht werden und entstehen schon beim normalen Sprechen, Singen oder Rufen als ultrafeiner Sprühnebel. Das Tückische daran: Dabei sind sie so leicht, dass sie anders als Tröpfchen nicht absinken, sondern in der Luft schweben, mitunter noch stundenlang nach ihrer Entstehung.
Wie lange diese Aerosole in geschlossenen Räumen in der Luft bleiben, zeigten Wissenschaftler bei Experimenten: Sie setzten einen virushaltigen Nebel in einem geschlossenen Raum frei. Noch drei Stunden danach konnten sie tausende Viruspartikel in einem Liter Luft nachweisen. Selbst der Luftaustausch durch eine übliche Klimaanlage ändert daran nur wenig, wie in chinesischen und amerikanischen Krankenhäusern nachgewiesen werden konnte. Besonders gefährdet sind dabei kleine Räume mit viel Personenverkehr, wie z. B. Toilettenräume.


Wie wird man diese Partikel los?



Um die gefährlichen Aerosole aus einem Raum verschwinden zu lassen, hilft es nur, sie mit virusfreier Luft zu verdünnen. Und das heißt im Klartext – lüften, lüften, lüften.
Denn jeder Luftzug verwirbelt die ultrafeinen Tröpfchen und nagt an ihrer Substanz. So wie nasse Wäsche bei Wind schneller trocknet, so trocknet jede kleine Luftbewegung die winzigen Tröpfchen ein bisschen mehr aus. Dadurch schrumpfen sie, und tragen weniger Viruspartikel in sich.
Wer sich dann noch an die gebotenen Regeln wie Abstandhalten und Maskentragen hält, nimmt dem Virus immer mehr die Grundlagen, um sich weiter zu verbreiten.


Quelle: Deutsche ApothekerZeitung, Ausgabe 23/2020

Unsere Kundekarte

News

Nahrungsergänzung im Blick: Niacin
Nahrungsergänzung im Blick: Niacin

Sinn oder Unsinn?

Egal ob Herz, Gehirn oder der Stoffwechsel: Ohne Niacin funktioniert es nicht. Doch müssen es deshalb gleich Nahrungsergänzungsmittel sein oder reicht die Aufnahme über Lebensmitteln aus?   mehr

Salmonellen aus der Tiefkühltruhe
Salmonellen aus der Tiefkühltruhe

Vorsicht Durchfall!

Dass sich Salmonellen besonders gerne in und auf Geflügel tummeln, wissen viele. Dass die Durchfallerreger auch das Tiefgefrieren überleben, ist weniger bekannt. Diese Tipps schützen vor einer Infektion.   mehr

Reiseimpfung für kleine Kinder
Reiseimpfung für kleine Kinder

Fernreise geplant?

Ob Gelbfieber oder Hepatitis, bei Fernreisen ist ein guter Impfschutz das A und O. Das gilt natürlich auch für Kleinkinder. Aktuelle Empfehlungen für Kinder unter 5 Jahren hat kürzlich das Robert Koch-Institut herausgegeben.   mehr

Erste Hilfe bei Babyschnupfen
Erste Hilfe bei Babyschnupfen

Durchatmen erleichtern

Meist kommt er im zweiten Lebenshalbjahr: der erste Babyschnupfen. Für den Säugling ist eine verstopfte Nase dabei eine echte Herausforderung. Die Atmung ist erschwert, Trinken und Schlafen sind kaum noch möglich.   mehr

Medikamente vor Hitze bewahren
Medikamente vor Hitze bewahren

Im Zweifelsfall Apotheker fragen

Hitze verändert die Wirkung einiger Medikamente. Damit noch nicht abgelaufene Medikamente auch im Sommer verwendet werden können, ist die richtige Lagerung wichtig.    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Stern-Apotheke
Inhaberin Barbara Schreiber
Telefon 0341/2 33 04 58
Fax 0341/2 33 04 62
E-Mail webmaster@stern-apotheke-leipzig.de